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"Farben sind die Seele der Welt."
Gelb erheitert, weitet; rot wärmt, kräftigt; blau beruhigt, kühlt; grün harmonisiert. Das Individuelle, die Dynamik der Einzelfarbe kann im Miteinander, im Dagegensetzen, im Hinzufügen gemildert, intensiviert oder ausgeglichen werden. In der Maltherapie werden diese Möglichkeiten über das immer wacher werdende Empfinden im Bild-Aufbau bewusst eingesetzt. Sie wirken sich gesundend auf den Patienten aus.
Jeder Patient wird seinen eigenen individuellen Zugang zu den formschaffenden Kräften finden, denen beim Plastizieren nachgespürt wird. Deshalb sind keinerlei Vorkenntnisse für diese Therapie notwendig. Der plastisch-therapeutische Prozess ist ein Übungsweg. Unter Anleitung wird er vom Patienten selbst vollzogen. Die Suche nach einer authentischen Form kann zunächst über das Kopieren von Plastiken oder Formen gehen. Ein nächster Schritt ist es, die eigene Form zu suchen, zu finden, zu zentrieren, zu bewegen und zu verwandeln. Ein Wechsel von Eintauchen und Abstand nehmen - dies alles ist eine Gestaltungstätigkeit, an der sich der Patient einen neuen Zugang zu sich selbst erarbeiten kann. Der Mensch erschafft sich selbst im Tun. Er kann auf diesem Wege wieder Eigenkräfte und brachliegende Ressourcen aktivieren.
Das Mittel des Formenzeichnens ist die Linie als Spur der Bewegung: bewege ich den Stift in der Geraden, so schafft der Nachklang Struktur, Klarheit, Ruhe. Die Vielfalt der runden Formen regt an und impulsiert. Durch übendesWiederholen kann aus der Bewegung eine harmonischgesundende Form entstehen.
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