Der Schülerhof bildet seinem Konzept nach einen kleinen Organismus, in dem schulische Notwendigkeiten und landwirtschaftlicher Alltag miteinander verbunden werden. Die Anlage ist 5 ha groß, einschließlich der Wohn- und Wirtschaftsgebäude.
In einem großen Gebäude sind im westlichen Teil die Stallungen für Geflügel, Schafe, Schweine, Ziegen, Kühe und Pferd untergebracht. Eine Remise dient als Standort der Gerätschaften und Maschinen. Futterkeller und Heuboden sind ebenfalls vorhanden.
Der Hof ist von seinen Feldern, Wiesen und Weiden umgeben, auf denen das Wachsen der Pflanzen das ganze Jahr hindurch wahrgenommen werden kann, und wo die Schüler die nötigen Tätigkeiten erlernen.
Von einer Wirtschaftsküche aus können Schülergruppen versorgt werden, die ganztägige Praktika auf dem Hof durchführen. Sie verbringen die Nacht in ausgebauten Dachgeschossräumen, ebenso stehen Aufenthalts- und Essräume zur Verfügung. Den Ostteil des Schülerhofes bildet ein Doppelwohnhaus, in dem die für den Schülerhof verantwortlichen Mitarbeiter wohnen. Die Gebäude bilden durch ihre halb-kreisförmige Anordnung einen Innenraum, der das Gefühl der Geborgenheit schaffen kann. Im Umfeld des Hofes befinden sich für Geflügel und Schweine weitere Ställe.
Den Schwerpunkt während eines Jahres bilden die beiden neunten Klassen. Durch ein mehrwöchiges Praktikum im Sommer - z.T. mit Übernachtung - werden die Schüler mit dem Leben und den Arbeiten des Schülerhofes vertraut gemacht.
Nach diesem Auftakt werden dann die jeweiligen Klassen in Gruppen aufgeteilt. Über das Jahr kommen wechselnde Gruppen von Jugendlichen der Förderschule zu einer zweistündigen Morgenarbeit vor dem Hauptunterricht. Die Schüler der Waldorf Regelschule arbeiten an drei Nachmittagen pro Woche ab. In wechselnden Gruppen haben die Schüler somit die Möglichkeit, einen Jahreskreislauf zu erleben.
Weiterhin findet an drei Vor- und Nachmittagen pro Woche für ein oder zwei Praktikanten der Berufsförderung das ganze Jahr, in Trimestern abwechselnd, Berufsförderungsarbeit auf dem Schülerhof statt.
Weitere Aufgabenfelder sind die Feld- und Hausbauepoche der 3. Klasse und die Betreuung von Forst- und Landwirtschaftspraktika anderer Schulen. So haben z.B. unsere Partnerschule in Stourbridge und die Christophorusschule in Bochum einen langfristigen Kontakt zum Schülerhof aufgebaut und führen hier ihre Praktika durch.
|