Das Ensemble für Neue Musik Schloss Hamborn ist dabei
Dem Paderborner Maler Willy Lucas sind mehrere Ausstellungen, Vorträge und andere Veranstaltungen gewidmet, die vom 14.11.1009 bis zum April 2010 an verschiedenen Orten Paderborns stattfinden werden. Zur Eröffnung wird das Ensemble für Neue Musik Schloss Hamborn unter Leitung von Torsten Brandes in der städtischen Galerie 5 Lieder zu Bildern von Willy Lucas in einer Uraufführung darbieten. Einmal mehr bietet dieses Konzert die Möglichkeit, die Impulse, die insbesondere auch von den musikalischen Aktivitäten des Kulturortes Schloss Hamborn ausgehen, in die kulturellen Aktivitäten der Stadt Paderborn und der Region mit einzubringen. Weitere Informationen zu den Gesamtveranstaltungen finden Sie auf der Webseite der Stadt Paderborn
5 Lieder zu Bildern von Willy Lucas nach Gedichtfragmenten von Friedrich Hölderlin
von Torsten Brandes
Die Musik soll als ein Selbstgespräch des Malers erklingen. Eine ästhetische Öffnung mit dem Bedürfnis nach Kommunikation. Jedes Lied ist ein mehrdimensionaler Raum, ein Gewebe aus durch Farbe inspiriertem Klang und speist sich, da dies Willy Lucas Zeit war, aus dem Klangvorrat des Impressionismus und der beginnenden Moderne des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Funktion der Musik soll eine geistliche sein. Die Spur des Gemalten und Vertonten als eine Gegenkraft zum Verschwinden und Verstummen. Entsprechend widmen sich die 5 Lieder der Bedeutung des Erkennens der menschlichen Endlichkeit. Was tun wir mit der Erkenntnis, dass wir alle sterben müssen? Wie integrieren wir diese Erkenntnis in unser Weltbild? Die Musik klingt am Ende wie Staub, wie Asche. Spröde, müde, Abschied nehmend mit der zärtlichen Bitte, ein gütiges Herz möge sein Werk vor dem Untergang retten, ihm, dem Maler, also zur „Unsterblichkeit“ verhelfen. Mehr zu sagen würde heißen etwas über Stille zu sagen. Etwas über Stille zu sagen bedeutet aber, sie zu verlieren.
...hier wo am einsamen Scheidewege der Schmerz mich, Mich der Tötende niederwirft... ...rette vom Untergang Meinen Namen auch du, gütiges Herz! aus „Abschied“ (Friedrich Hölderlin)
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