Energiekonzept

Fossile Energieträger stehen nur noch begrenzt zur Verfügung und sind im Zuge ihrer Verbrennung wesentliche Mitverursacher des Treibhauseffektes. Das Energiekonzept von Schloss Hamborn versucht demgegenüber Schädigungen der Umwelt zu vermeiden und somit der Verantwortung für künftige Generationen gerade im Hinblick auf die Frage des Klimaschutzes gerecht zu werden. Die Nachhaltigkeit unseres Handelns ist somit die Grundmaxime. Diesem Ziel ist Schloss Hamborn durch folgende Projekte näher gekommen:

  • Wärmeversorgung durch Heizwerke auf Basis von Holzhackschnitzeln als regenerativem Energieträger
  • Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen
  • Strombezug von Anbietern, die atomstromfreien und aus regenerativen Energiequellen bzw. Kraft-Wärme-Kopplung stammenden Strom liefern

Seit dem Jahr 2000 sind in die realisierten Projekte ca. 2.650.000 € investiert worden. Diese Investition führt zu einer Reduktion des CO2 – Ausstoßes von ungefähr 2.000 t pro Jahr. Dieser Wert bedeutet für die Bewohner, Mitarbeiter und Schüler Hamborns eine prozentuale Reduktion von 20 % bezogen auf das Referenzjahr 2000. Die Verpflichtung des Kyoto Protokolls für Deutschland gegenüber dem Referenzjahr 1991 den CO2 Ausstoß um 21 % zu reduzieren kann somit für Schloss Hamborn als erfüllt betrachtet werden.

Biomasse Heizwerke

Mit zwei Biomasse Heizwerken wird fast die gesamte Wärmeversorgung der betrieblich genutzten Liegenschaften in Schloss Hamborn erreicht. Als Brennstoff dienen Holzhackschnitzel, die teils aus dem eigenen Forstbetrieb, teils aus benachbarten Forstbetrieben sowie aus Sägewerken stammen. Beide Heizwerke sind mit Zuschüssen aus Mitteln der Holzabsatzförderrichtlinie des Landes NRW in Höhe von 630.000 € unterstützt worden.

Das erste Heizwerk konnte im März 2002 im Beisein der damaligen Umweltministerin des Landes NRW, Bärbel Höhn, eingeweiht werden. Das Herzstück der Anlage ist ein Biomasse Kessel der Firma Kohlbach mit 850 kW Feuerungsleistung. Über ein gut 1 km langes Nahwärmenetz werden Hofgut, Altenwerk, Gärtnerei, die Heimhäuser des Landschulheims und die Festhalle mit Wärme versorgt. Die Gesamtwärmeleistung der Anlage incl. der Spitzenlastaggregate beträgt ca. 1,5 MW. Im ersten Heizwerk werden im Durchschnitt ca. 3.000.000 kWh Wärme pro Jahr erzeugt.

An das Kesselhaus angeschlossen ist ein Lager zur Bevorratung mit Holzhackschnitzeln. Hier können über 1000 m3 Hackschnitzel gelagert werden. Das Lager dient der Versorgung von beiden Heizwerken. Der Gesamtverbrauch beider Heizwerke liegt pro Jahr bei ungefähr 7.000 m3 Holzhackschnitzeln.

Das zweite Heizwerk liegt nahe dem Schloss und versorgt den historischen Bereich von Schloss Hamborn mit Wärme. Das Schloss, das Lindenhaus, der Natura-Laden und die gesamten Schulgebäude incl. der Neubauten sind an das Netz, welches ca. 600 m lang ist, angeschlossen. Die Einweihung fand im Dezember 2004 im Beisein von Dr. Griese, seinerzeit Staatssekretär im Umweltministerium NRW, statt. Im zweiten Heizwerk kommt ein Biomasse Kessel der Firma WVT – Bioflamm mit 600 kW Feuerungsleistung zum Einsatz. Die Beschickung der Anlage erfolgt über ein Wechselcontainersystem. Die Wärmeerzeugung liegt bei ca. 1.800.000 kWh pro Jahr.

Fotovoltaikanlagen

Insgesamt sind in Schloss Hamborn drei Fotovoltaikanlagen mit insgesamt etwas über 60 kWp Leistung installiert. Diese erzeugen pro Jahr durchschnittlich ca. 45.000 kWh Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Die erste Fotovoltaikanlage mit 21 kWp wurde Ende 2001 als In-Dach Lösung auf dem Dach des ersten Biomasse Heizwerkes installiert. Diese Anlage hat im Jahr 2002 den ersten Preis des REN-Landeswettbewerbes „Solarkraftwerk im Haus“ und den ersten Preis der Solarauszeichnung NRW 2002 gewonnen.Die zweite Anlage ist eine Auf-Dach Konstruktion mit 11 kWp, die auf dem Wohnhaus Nr. 93 installiert worden ist.Die dritte Anlage ist mit 30 kWp die größte Anlage in Schloss Hamborn und befindet sich auf dem Dach des Kuhstalls der Landwirtschaft.

Die Ausstattung von Dächern mit Fotovoltaikanlagen soll weiter ausgebaut werden.

Strombezug

Der Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e.V. bezieht seinen Strom von den Elektrizitätswerken Schönau (EWS). Dieser ist zertifiziert, mithin atomstromfrei und aus regenerativer Erzeugung bzw. aus Kraft-Wärme-Kopplung.

Die schädlichen CO2 Emissionen sind im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnittswert um 2/3 geringer. Die Strombezugskosten sind im Vergleich zu herkömmlichen Stromanbietern durchaus konkurrenzfähig, da nur geringfügig höher.

Pro Jahr werden durch alle Hamborner Betriebe ungefähr 1 Mio. kWh Strom bezogen.

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Kontakt

Wenn Sie Fragen zu unserem Energiekonzept haben oder eine Führung wünschen, können Sie sich an folgende Personen wenden:

Gerd Bögeholz

Tel: 05251/389102
Fax: 05251/389268
g.boegeholz(at)schlosshamborn.de

 

Datenblatt Energieanlagen (PDF)

 

Wärmeversorgung durch Heizwerke auf Basis von Holzhackschnitzeln als regenerativem Energieträger
Wärmeversorgung durch Heizwerke auf Basis von Holzhackschnitzeln als regenerativem Energieträger
Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen
Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen

Rudolf Steiner Werkgemeinschaft • Schloss Hamborn 5 • 33178 Borchen

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